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Toom? Peerstall? Was soll denn eigentlich dieser Name?
„Toom Peerstall“ kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet „Zum Pferdestall“. Der Legende nach befand sich dort, wo heute Pisco Sour und kühles Pils über den Tresen wandern, einst eine Schmiede. Ganz sicher ist das nicht, aber bis motorisierte Lastwagen zum Standard wurden, arbeiteten rund um den Hafen neben den Hafenarbeiter:innen auch viele Fuhrleute mit ihren Pferden als Lasttiere.
Kneipennamen wie der „Utspann“ oder eben der Toom Peerstall erinnern daran, wie selbstverständlich Pferde früher zum Stadtbild gehörten. Sie brachten Waren vom Hafen in die Stadt; und ihre Menschen anschließend in die nächste Kneipe. Rund um den Hafen und das Rotlichtviertel von St. Pauli trafen sich Arbeiter:innen, Seeleute und Nachtschwärmer: Genau die Mischung, die den Kiez geprägt hat und bis heute wirkt.
Auch wenn das Bier heute mit dem Lastwagen und nicht mehr mit dem sprichwörtlichen Brauereipferd kommt, erzählt der Name noch immer von der langen Geschichte des Peerstalls als einem Ort, an dem verschiedenste Menschen (und manchmal Tiere) zusammenkommen.

Die große Katharina
Katharina betrieb den Peerstall von 1981 bis zu ihrem Tod 1996. Sie begründete den Ruf als queere Kneipe. Foto: Eckhard Bühler
Katharina und die 80er
1981 übernimmt die Wienerin Katharina (Beiname: „die Große“) den Peerstall. St. Pauli ist rauer, direkter, ein bisschen dunkler irgendwie genau der richtige Ort für eine Kneipe, in der nicht lange gefragt wird, wer du bist, sondern eher, was die Wirtin dir antun kann.
Durch die Hafennähe und seine frühere Lage vor den Toren der Hansestadt war St. Pauli (damals: der Hamburger Berg) schon immer ein Ort für die, die unterwegs sind: Matrosen auf Landgang, Hafenarbeiter:innen zwischen Arbeit und Feierabend, Menschen auf der Durchreise – alle einfach auf der Suche nach einem Platz, an dem sie kurz bleiben können.
Mit der Containerschifffahrt verschwinden die Seeleute langsam aus dem Stadtbild und den Kneipen. Geblieben ist trotzdem etwas von diesem Leben dazwischen. Vielleicht mehr als anderswo hat sich dieses Gefühl in den Stadtteil und die Mentalität der Bewohner:innen eingeschrieben: dieses Nicht-ganz-hier-und-nicht-ganz-dort, das auf St. Pauli schon immer dazugehört hat, genauso wie das Nicht-nur-A-oder-B, nicht nur Mann oder Frau, Österreicherin oder Deutsche.
Auch sonst verändert sich der Stadtteil. Die kleinen Hinterzimmer werden weniger, größere Läden und schließlich WG-Zimmer treten an ihre Stelle. Die Aids-Krise hinterlässt Spuren. Und während St. Pauli ab den 90ern bürgerlicher wird, beginnt es gleichzeitig, zur Erzählung zu werden; zu einem Ort, über den auch weit entfernt gesprochen wird und der in den Vorstellungen genauso lebendig ist, wie in der Realität.
Und trotzdem: St. Pauli ist nie einfach nur ein weiterer Stadtteil geworden. Es bleibt ein Ort für Zugezogene, für Bewegte, für alle, die nicht ganz bleiben und nicht ganz gehen. Vielleicht liegt darin etwas, das bis heute geblieben ist: Dieses Dazwischen. Nicht ganz Alltag, noch nicht ganz Ausnahmezustand. Ein Ort, an dem Rollen verschwimmen dürfen, Gespräche entstehen, die woanders nie stattfinden würden und schließich Menschen existieren dürfen, die anderswo keinen Platz fänden.



Events im Peerstall
Würdet ihr euren liebsten Popsong noch erkennen, wenn unsere Hosts ihn durch ein Glas Wasser Hals gurgeln? Welche Stadt hat das längste Straßenbahnnetz? Und wie viele Farben hat die Prideflagge? Wenn ihr auch so ehrgeizige Quizzer seid, dann nichts wie hin zu unserem beliebten Kneipenquiz „Weiße Bescheid?!“, präsentiert von Ronnie Manta und Jüstain! Dem ersten Platz winkt nicht nur der sensationelle Gewinn einer Flasche Crémant oder alkoholfreien Sekts, sondern auch die heiß begehrte deutsche Tapasplatte®!
Ihr seid verrückt nach Lip-Sync, Drag und Queerer Performance? Regelmäßig findet bei uns die stadt- und bundesweit gefeierte Vanity Peer statt. Hier erwarten euch aufstrebende und aufgestrebte Kings und Queens aus Hamburg und der Welt, queer Comedy, Gesang, Poesie und vieles mehr. An Halloween sogar mit Kostümwettbewerb!
Hosen runter! Denkst du auch sofort an das eine, wenn du „blank“ und „Spaltarsch“ hörst? Dann bist du genau richtig bei unserer Skatrunde, die sich an einem wechselnden Sonntag im Monat bei uns trifft. Beim Preisskat gibt es für ein Startgeld von 5€ allerlei (Un)nützliches zu gewinnen und ein Buffet stellen sich die Spieler:innen auch zusammen. Den aktuellen Termin kannst du dem Veranstaltungskalender entnehmen oder am Telefon erfragen.
Außerdem finden bei uns weitere Drag-Shows verschiedener Host:essen statt, Fetish-Karaoke, Konzerte, Charity-Events zum Welt-Aids-Tag, Pride-Brunch und diverse Stammtische. Alle aktuellen Informationen findest du in unserem Eventkalender unter News und in den sozialen Netzwerken.
Knallhart nachgefragt




































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